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Das Alphabet der Rückfahrkameratechnik

Erklärung technischer Fachbegriffe der Rückfahrkameratechnik

ADP Automatische Anhängererkennung:

Um das ständige Umschalten am Monitor zwischen Motorwagen und Anhängerkamera zu vermeiden, erkennt dieses nachrüstbare Modul selbstständig, ob ein Anhänger angesteckt ist und schaltet auf die entsprechende Kamera um.

Auto Brightness Control

Automatische Helligkeitssteuerung. Sobald es dämmert (<15Lux) wird beim Monitor die Bildhelligkeit elektrisch zurückgeregelt um eine Blendung des Fahrers zu vermeiden. → Eine sehr sinnvolle Einrichtung, da der Fahrer nicht selbst den Monitor nachregeln muss!

Betriebsspannung (DC Voltage / power source)

Notwendige Versorgungsspannung des Monitors. Alle unsere Monitore entsprechen dem Automotive Standard und sind für Betriebsspannungen von 10-30 V ausgelegt.

Bilddrehung (Normal / Mirror)

Damit Kameras seitenrichtig dargestellt werden, je nach Montage vorn / hinten, muss das Bild horizontal gedreht werden. Unsere Monitore sind in der Lage jede Kamera einzeln zu Spiegeln und dauerhaft zu speichern bzw. lassen sich die meisten unserer Kameras am rückseitigen Gehäuse umschalten. Das Kamerabild wird bei Tastendruck um 180° gedreht, das heißt, was vorher links im Monitor dargestellt war, erscheint jetzt rechts. Diese Funktion wird benötigt, wenn z.B. eine zweite Kamera nach vorne sieht.
→ Die unfallträchtige Funktion am Monitor, die wir kennen! Bei hochwertigen Systemen wird, je nachdem welche Kamera in Betrieb ist, automatisch umgeschaltet.

Bildpunkte (Pixel)

Je mehr Bildpunkte ein CCD Sensor aufweist, desto höher ist die Bildauflösung bzw. Bildschärfe. à Nicht immer werden alle Bildpunkte zur Bildwiedergabe benutzt, sondern bei preiswerten Kameras für Regelzwecke.

Bildwinkel (Field of View / Cover Angel)

Viele Kamerahersteller geben nur einen Wert für den Bildwinkel der Kameras an, meist der diagonale Bildwinkel, z.B. 180°. Dieser Winkel entspricht etwa einem horizontalen Bildwinkel von 150°. Um besser dem horizontalen und vertikalen Sichtbereich zu ermitteln, geben wir den horizontalen / vertikalen Bildwinkel zusätzlich mit an. Meistens werden zwei Werte angegeben, der horizontale und der vertikale Bildwinkel. (Einheit°) Der horizontale Bildwinkel beschreibt die seitliche Sicht, je breiter ein Fahrzeug, umso höher sollte dieser Wert sein. Der vertikale Bildwinkel beschreibt die Sicht nach hinten. Je höher dieser Wert ist, umso weiter ist die Sicht vom LKW nach hinten.
→ in zu großer Bildwinkel lässt Hindernisse im Monitor weiter weg und kleiner erscheinen als sie tatsächlich sind!

Bird-View:

Sieh Surround-View!

B.L.C. (Back Light Compensation)

Gegenlichtkompensation bzw. Ausgleich von Gegenlicht durch die automatische Blendenregelung.

Blind-Spot-Detection:

Aktive Bildverarbeitungssysteme, welche jede Bildveränderung wahrnehmen und durch Akustik oder optische Einblendungen den Fahrer warnen, wenn sich Hindernisse im Gefahrenbereich befinden.

CCD Bildsensor

Bildaufnahmesensor auf Halbleiterbasis (IC) verschleißfrei, Durchmesser 1/2 Zoll, 1/3 Zoll oder 1/4 Zoll CMOS-Bildsensor stellt die neueste Generation von Bildsensoren dar. Der Vorteil dieses Bildsensors ist, dass ein großer Bildwinkel erreicht wird und einzelne Bildpunkte für Regelungen verwendet werden können. Nachteil: Etwas schlechtere Lichtempfindlichkeit als bei CCD-Sensoren.

CCIR (50Hz) oder NTSC (60Hz-Bildwechselfrequenz)

Kameras mit CCIR Norm entsprechen der europäischen Bildaufbereitungsnorm, Systeme mit NTSC Standard der amerikanischen Norm. Bei Anlagen mit 60Hz kann es zu Bildflackern des Monitorbildes durch Garagen- Straßen- oder Hofbeleuchtung kommen.

CE- Kennzeichnung

Durch den Gesetzgeber in Europa verlangte Kennzeichnung, die eine ausreichende elektromagnetische Verträglichkeit voraussetzt. Die Systeme dürfen die KFZ – Elektronik folglich nicht stören, müssen aber auch selbst auf Störungen von außen unempfindlich und beständig sein. Trotz CE-Kennzeichnung stören aber viele Monitore den Funksprechverkehr in Kommunalfahrzeugen erheblich, oder zeigen starke Störstreifen im Bild, sobald im Fahrzeug gesendet wird.

Digital LCD Panel:

Durch digitale Bildverarbeitung im Monitor wird die Bildschärfe und das Kontrastverhalten erhöht. All unsere Monitore arbeiten nach diesem Standard.

DVR:

Videorekorder mit Digitalaufzeichnung auf Festplatte oder Speicherkarte. Diese werden verwendet z.B. zur Ladungssicherung oder Unfalldokumentation.

Easy-Control-LCD:

LCD Monitore mit extrem einfacher Bedienung durch klassische Drehregler und einfache Kameraumschaltung über 1-Knopf-Bedienung. Trotzdem leistungsfähige Menüs im Hintergrund.

EMC / EMV Kennzeichnung

Systeme mit dieser Kennzeichnung weisen meist überhaupt keine Störungen durch elektromagnetische Felder auf. Bei Elektrogabelstaplern können nur Systeme mit dieser Kennzeichnung verwendet werden.

Frontkamera:

Frontkamerasysteme dienen zur vorderen Überwachung des vordern Fahrzeugbereiches und sind in Deutschland speziellen Zulassungsbestimmungen nach ECE R46 oder 2003/97EG/

Anti-Glare/Entspiegelung:

Die Schutzscheibe vor LCD-Displays führt bei preiswerten Displays oft zu Bildspiegelungen, welche die Ablesbarkeit bei Tageslicht stark beeinträchtigen. Anti-Glare-Displays haben speziell entspiegelte Scheiben um die Ablesbarkeit zu verbessern.

Flip-Down-LCD:

Spezielle Monitore für Deckenmontage, die platzsparend nach oben / unten weggeklappt werden. Häufige Verwendung in Reisebussen oder Sonderfahrzeugen. GGVS-Zulassung (Gefahrengut-Verkehr-Straße)Speziell durch den TÜV geprüft Rückschauanlagen für die Montage an Gefahrguttransportern.

Heizung (Kameraheizung)

Man unterscheidet zwischen Gehäuse- und Frontglasheizung. → Leider haben nur wenige Kamerasysteme eingebaute Heizungen. Manche Kameras verfügen über eine selbstbeheizende Elektronik. Alle anderen Kameras sind nicht beheizt – Kondenswassergefahr!

Helligkeitsumschaltung (Day – Night)

Ähnliche Funktion wie “Auto Brightness Control“, eine Bedienung durch den Fahrer ist jedoch erforderlich.

Hyper HAD Bildsensor

Qualitätsmerkmal herstellerbezogen, bedeutet hochauflösend.

Kameraglas

Schutzglas vor dem Objektiv, meist sehr kratzempfindlich, außer wenn chemisch gehärtet.

IR-LEDs:

Infrarot-Leuchtdioden, welche in der Kamera eingebaut sind, meist 4-12 Stück, die ein unsichtbares Licht abgeben, und dadurch bei Nacht auch ohne Fahrzeugbeleuchtung, taghelle Bilder mit bis zu 10m Reichweiten ermöglichen.

Inline-Controller:

Dient zur konstanten Spannungsversorgung von Kameras, wenn diese über Cinch oder BNC an Fahrzeugeigenen Displays oder Navigationssystemen angeschlossen werden.

LCD – Monitore (Liquid Cristal Display)

Flachmonitor mit Flüssigkristallbildschirm. Sehr flache, platzsparende Bauweise.

LED-Displays / - Hintergrundbeleuchtung:

LCD Bildschirme benötigen zur Darstellung eine Hintergrundbeleuchtung. Gute LCD Displays haben eine LED Beleuchtung statt Röhren, welche den Hintergrund gleichmäßig beleuchten und zudem mehr Bildhelligkeit erzeugen.

Lichtempfindlichkeit (Sensitivity / min. Illumination)

Bei kleinem Lux-Wert (übliche Einheit) reicht meist ein Rücklicht aus, um bei Nacht klare helle Bilder im Monitor zu liefern. Bei manchen Kameras reicht dafür sogar geringes Mondlicht. Je höher eine Kamera montiert wird (Windleitschirm oder Streuer) umso höher sollte auch die Lichtempfindlichkeit sein (kleiner Wert). → Die in den Prospekten angegeben Werte weichen meist erheblich von der Realität ab!

Markierungslinien oder Folie (Marker)

Folie mit Linien, die auf die Bildröhre aufgeklebt werden kann, um z.B. den Abstand hinter dem Fahrzeug oder die Fahrzugmitte, je nach Kameramontage, besser einschätzen zu können. → Bei hochwertigen Systemen kann dese elektronisch eingeblendet und verschoben werden.

Mikrofon- / Lautsprechersystem

Ein in der Kamera eingebautes Mikrofon, das Umgebungsgeräusche an den im Minitor eingebauten Lautsprecher wiedergibt. → Sinnvoll bei Sattelzügen, da hier aufgrund der Fahrzeuglänge keine störenden Motorgeräusche übertragen werden.

Monitoraktivator:

Externes Steuergerät, welches die Geschwindigkeit (Tachosignal) auswerte und den Monitor selbstständig aktiviert. Siehe auch Speedsensor / Speedimpulse.

Objektiv / Linse

Durch verschiedene Objektive können wir Bildwinkel von horizontal 28° bis 150° erreichen. Je nach verwendetem Bildsensor, bestimmt die Objektivangabe den dargestellten weitwinkeligen Sichtbereich. (Bildwinkel)

Quad Displays:

Für die gleichzeitige Bilddarstellung von 2, 3 oder 4 Kameras haben Quad Displays integrierte Splitter, welche dies ermöglichen. Die Position und Anzahl der Bilder kann frei gewählt werden.

Quad Splitter:

Bei Monitoren welche keinen integrierten Quad Splitter haben, können durch externe Quadboxen mehr Kameras (bis zu 4 Stück) gleichzeitig auf Standard Displays dargestellt werden.

Schutzart IP XX (IP = International Protection)

Wasserdichtigkeit von Gehäusen

IP 64 = Geschützt gegen Spritzwasser
IP 65 = Geschützt gegen Strahlwasser
IP 66 = Geschützt gegen starkes Strahlwasser
IP 67 = Geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen
IP 68 = Geschützt gegen dauerndes Untertauchen
IP 69K= Geschützt gegen Dampfstrahlen
→ Wasser kann aber über die Kapillarwirkung des Kabels in die Kamera eindringen. Diese Werte sagen nichts über die Möglichkeit der Kondenswasserbildung in der Kamera aus!

Schutzklappe (Visier / Blende / Abdeckung)

Eine motorbetriebene Kameraabdeckung verhindert ein Verschmutzen des Objektives bei Vorwärtsfahrt (S.4) (…wird fälschlich oft auch Shutter oder Blende genannt)

Seitensicht:

Seitensichtkameras dienen zur Erweiterung des seitlichen Blickfeldes um den toten Winkel zu eliminieren, der häufig Radfahrer oder Fußgänger gefährdet.

Shutter / Knee-Elektronik

Eine elektronische Maßnahme um starken Lichteinfall auf den Bildsensor zu verhindern. (1/50 – 1/10000 sec). Es wird einfach der Sensor bis zu 1/10000 sec. Elektronisch geschlossen um den Lichteinfall zu dämpfen.
→ Eine sehr preiswerte aber nicht effektive Methode um die Blendensteuerung zu ersetzen!

Signal- / Rauschabstand (Signal to Noise Ratio)

Je höher dieser Wert ist (Einheit dB) umso weniger Bildrauschen (Grieseln) hat das Bild bei schwacher Beleuchtung.

Sonnenblende / Blendschutz (Sun Shield)

Die Bilddarstellung kann bei Rückfahrmonitoren durch Sonneneinstrahlung im Führerhaus stark beeinträchtigt werden. Um dies so weit wie möglich zu verhindern gibt es Sonnenschutzblenden aus Kunststoff oder Gummi, die nachträglich auf dem Monitor montiert werden können, (nicht immer im Lieferumfang)
→ Bei manchen Systemen ist dieser Blendschutz fest montiert und diesnt auch als Aufprallschutz (Gummi) bei einem Unfall. Bei anderen Systemen handelt es sich um eine sehr dünne, scharfkantige Plastikhaube.

Speedsensor / Speedimpulse:

Monitore neuester Bauart können den Fahrzeuggeschwindigkeitsimpuls (Tachosignal) auswerten und so geschwindigkeitsabhängig den Monitor einschalten / abschalten oder auf bestimmte Kameras umschalten. Diese Funktion zur Auswertung des Speedimpulses gibt es auch als externes Modul.

Stickstofffüllung / Überdruck

Gasfüllung mit Überdruck im Kameragehäuse zur Vermeidung von Kondenswasserbildung!
→ Stickstoffgefüllte Kameras erfüllen mindestens IP 68!

Stossfestigkeit (Shock Resistance)

Je höher dieser Wert (Einheit G), umso unempfindlicher ist die Kamera gegen Schläge oder Erschüttungen. (wichtig z.B. bei Schneefräsen, Raumbetrieb oder Bau- u Agrarfahrzeugen)

Surround-View:

Mehrkamerasystem, welches im Monitor eine Darstellung des Fahrzeuges aus der Vogelperspektive zeigt. Dadurch wird ein lückenloser Rundumblick gewährleistet.

Text im Bild (TIB):

Schrifteinblendung im Kamerabild, um z.B. eine Fahrzeugstörung oder Streudaten anzuzeigen, auch während des Kamerabetriebes.

TFT – Monitore

Flachmonitor mit Transistorenbildschirm. Sehr flache, platzsparende Bauweise und gute Ablesbarkeit auch aus schrägen Betrachtungswinkeln.

Transflektiv-LCD:

Spezielle LCD Technologie, welche bei Sonneneinstrahlung, die Kontrastwirkung erhöhen

TV-Linien / Fernsehzeiten / Auflösung (Resolution)

Je höher die Anzahl der dargestellten Linien, desto besser ist auch die Bildschärfe (siehe Bildpunkte)

Videoeingänge (Video Input)

Meist wird nur ein Eingang benötigt, außer bei LKW mit Anhänger, Kehrmaschinen (Kehrbesenkamera) oder Müllfahrzeugen (Rückfahr- und Schüttungskamera). Die Umschaltung erfolgt über Taste oder Steuerleitung.

Video Output

Ausgangsspannung der Kamera (Bildsignalstärke) Speedsensor, Frontkamera

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